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Spanien wir sind auf dem Weg!


Freitag, den 30. September pünktlich um 12 Uhr mittags wurde am Arbeitsplatz der Griffel fallen gelassen und in das, bereits reisefertige Womo gesprungen um auf den lang ersehnten Trip Richtung Süden zu gehen.
Wie schon so oft ging unsere Reise über Luxemburg, wo schnell noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und das Womo bis zum Hals vollgetankt wurde.
Auf der gebührenfreien Autobahn fuhren wir bis Nancy und ab dort auf, von unserem Navi ausgewählten Straßen bis zu unserem ersten Tagesziel, einem kleinen Ort mit dem Namen Goncourt.
Am Ufer der Meuse lag ein Reisemobilplatz auf dem schon einige Gleichgesinnte ihr Nachtlager eingerichtet hatten.
Zeitig am Samstag ging es wieder auf die Piste, der Sonne entgegen. Als Ziel hatten wir uns einen Stellplatz direkt am Meer in der Nähe von Narbonne ausgesucht, den wir auch in der Abenddämmerung erreichten.
Er lag wirklich sehr ruhig und idyllisch direkt am Meer, ca. 5 Km vom Centrum Narbonne entfernt. Von der reizvollen Landschaft konnten wir an diesem Abend leider nichts sehen. Als Leithammel einer längeren Autoschlange ging es zügig die kurvige, schmale Straße entlang bis zum Ziel.
Nach einem zeitigen Frühstück und zwei Tassen Kaffee ging die Fahrt weiter Richtung Spanien. Unser Quartier für diesen und die nächsten zwei Tage sollte Barcelona sein.
Alles klappte hervorragend und wir erreichten am frühen Nachmittag den ersten, von uns angefahrenen Campingplatz, der etwas oberhalb, östlich von Barcelona lag. Bei unserer Ankunft mussten wir leider feststellen, dass wir, mit noch einem Gleichgesinnten, die einzigen Camper auf diesem Platz waren. Außerdem lag dieser Platz so weit außerhalb und fern jeder  Zivilisation, dass man zum Brötchen holen Stunden brauchen würde. Kurz entschlossen wurde unser Campingführer zu Rate gezogen und es gab in diesem noch einen Platz westlich von Barcelona, in der Nähe des Flughafens.
Kurz entschlossen steuerten wir diesen mit Hilfe unseres Navis an. Die Fahrt ging auf einem vierspurigen Highway quer durch Barcelona. Nach einer guten Stunde Fahrt landeten wir auf dem ausgesuchten Campingplatz 3 Estrelas.
Hier fanden wir alles, was unser Camper Herz begehrt. Viele Camper, eine gute Infrastruktur, einen Supermarkt zum Jagen und in unmittelbarer Nähe eine Bushaltestelle, von der man in einer halben Stunde für kleines Geld das Zentrum Barcelonas erreichen konnte.
Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit einrichten, grillen, sonnen und ausruhen.
Nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück ging es am nächsten Morgen per Bus für 1,45 € pro Person in die City. Der zentrale Ausgangspunkt sollte der Placa de Catalunya sein. Der Bus hielt an einem größeren Platz, ein monumentaler Brunnen mit Wasserspeiern, Laternen und Figuren zierte den großen Kreisverkehr und ein Schriftzug verleitete uns zu der Annahme, dass dies der Placa de Catalunya sei.
Kurz entschlossen stiegen wir aus dem Bus aus und machten uns auf Schusters Rappen auf die Suche nach einer Touristeninfo. Auf dem Platz fanden wir Diese in verkleinerter Form und erstanden einen Stadtplan mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten.
Da wir uns mitten auf dem Platz befanden, schauten wir erst einmal in die Runde und stellten fest, dass es in dieser Stadt einiges zu sehen geben wird.  Unser erster Blick fiel auf einen prachtvollen, auf einem Hügel gelegenen Palast und wir machten uns umgehend auf den Weg.
Schon nach den ersten Schritten stellte ich für mich fest, dass Barcelona eine Stadt nach meinem Geschmack war. Um das vor uns liegende Ziel zu erreichen, konnte man entlang von nicht sprudelnden Brunnen durch erklimmen von Stufen sein Ziel erreichen, man konnte aber auch rechts oder links den bequemeren Weg mit Hilfe von Rolltreppen wählen.  
Natürlich wählten wir den leichteren Weg über die Rolltreppen und kamen relaxt an unserem Ziel an. In dem prunkvollen Gebäude war ein Museum, das National D Art de Catalunya untergebracht. Da wir nicht jedes Museum besichtigen wollten, beschränkten wir uns auf einen Spaziergang  entlang des Gebäudes und stellten fest, dass man von dort oben einen traumhaften Blick über die Stadt hatte. Etwas erstaunt waren wir, als wir die Familia Sagrada in weiter Ferne liegen sahen.
Nachdem wir entlang der ruhenden Brunnenläufe wieder den Platz unserer Ankunft erreicht hatten, machten wir uns daran, den erstandenen Stadtplan einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Mangels nicht vorhandener Straßenschilder brauchten wir eine Weile bis uns bewusst wurde, dass wir uns am Placa de Espana befinden müssten und der Weg zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten einen langen Fußmarsch voraussetzt.
Also machten wir uns auf den Weg und Michael hatte die Idee, aus dem nahe gelegenen Parc de Mantjuic mit der dort startenden Seilbahn zum Endpunkt, dem Torre de St. Sebastia zu fahren.
Von der Placa de Espana wanden wir uns nach rechts und marschierten einige Zeit die Av. Parallel entlang. Irgendwann schwenkten wir rechts in eine kleinere Straße und hofften, unserem Ziel, dem Park hierdurch näher zu kommen. Leider hatten wir nicht bedacht, dass die Seilbahnstation auch auf einem Hügel liegen würde und so stellten wir uns nach einem 15 Min. Fußmarsch fest, dass dies kein guter Weg in der Mittagshitze sei. Kurz entschlossen schwenkten wir wieder nach links um die Zwischenstation am World Trade Center  für die Weiterfahrt zu nutzen.
Am World Trade Center angekommen mussten wir feststellen, dass dort ein Zusteigen in die Seilbahn nicht Möglich war und bei mir wuchs die Angst, dass ich nicht genug Schuhe zum Durchlaufen dieser Stadt mitgebracht hatte.
Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen zum weiteren Studium des Stadtplans. Hierbei fiel uns ein Bus von Touristic Barcelona ins Auge und wir machten uns auf den Weg zur nahe gelegenen Haltestelle. Nachdem wir uns nach dem Preis erkundigt und uns kurz beraten hatten, entschlossen wir uns kurzerhand, zwei Zweitagestickets zum Preis von 54,00 € zu erstehen und die Stadt erst einmal auf diese Weise zu erforschen.
Bequem, ein Kopfhörer mit deutscher Erklärung im Ohr ist die Besichtigung Barcelonas die reinste Erholung. Die Busse fahren auf drei Routen alle Sehenswürdigkeiten ab und man kann immer wieder aussteigen, etwas besichtigen und so alle Highlights dieser Stadt in Ruhe ohne lange Sucherei abklappern.

Als erstes haben wir einen Teil der zwei angebotenen Routen abgefahren und uns dabei einen Überblick über die zu besichtigende Objekte verschafft.  Dabei sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass die von uns angesetzten zwei Tage bei weitem nicht ausreichen um alle Sehenswürdigkeiten dieser wundervollen Stadt zu sehen.
Unseren ersten Stopp dieser bequemen Rundfahrt legten wir in der Nähe des Barri Gótic ein. Das mittelalterliche Herz Barcelonas erstreckt sich rund um die gotische Kathedrale. Man schlendert durch kleine Pflastergässchen, vorbei an alten Palästen und über reizvolle Plätzchen.
Die Kathedrale ist eines der schönsten gotischen Bauwerke in Barcelona. Den Kreuzgang mit kleinen Kapellen, Gärten, Brunnen und sogar Gänsen sollte man sich unbedingt anschauen.
Nach einem erholsamen Spaziergang durch dieses wunderschön sanierte Viertel, auf dem Weg zu einer der zahlreichen Haltestellen sahen wir aus dem Augenwinkel ein wellenförmig geformtes, buntes Dach das unsere Neugierte weckte.

Beim näheren Betrachten stellten wir fest, dass es sich um die älteste Markthalle in Barcelona handelt. Der „Mercat de Santa Caterina“. Die erste Einweihung fand im Jahr 1848 statt. Das interessante Äußere mit seinen Bögen und Rundungen ist das Dach. Es ist aus sechs-eckigen Fliesen gemacht und soll Früchte und Gemüse darstellen.
Hier kann man alle Arten von Lebensmitteln kaufen oder in einem der Cafés oder Bars einkehren. Der Abschluss unseres ersten Tages in Barcelona war eine weitere Strecke mit dem Touristicbus, dieser brachte uns wieder an die Placa de Espanya.
Auf dem letzten Stück dieser Busfahrt kamen wir an einer Skulptur von Miro vorbei, die wir uns nun einmal genauer anschauen wollten. Von der Placa de Espanya  gingen wir erst einmal in eine alte, zum Einkaufscenter umgebaute Stierkampfarena. Vom Dach dieses Gebäudes hatte man einen traumhaften Blick auf den Parc de Joan  Miro, die in einem kleinen Wasserbecken stehende Skulptur, die typisch für Miro, mit Bruchkeramik verziert ist, einen hübschen, schattenspendenden  Palmen-, Eukalyptus- und Pinienwald. Von der Placa de Espanya, an der auch der Touristic-Bus hält fuhren wir nach diesem ersten aufregenden Tag zu unserem Campingplatz und zu unseren vierbeinigen Freunden zurück. Nachdem Farley, Harry und auch wir ein kleines Abendbrot zu uns genommen hatten, machten Michael und Ich uns an die Planung unseres zweiten Tages in Barcelona. Anhand der Busstrecken mit den daran befindlichen Sehenswürdigkeiten legten wir die fest, die wir besichtigen wollten.
Mit dem Bus ging es am nächsten Morgen wieder ins Centrum bis zur Placa de Espanya. Dort wurde der erste, noch nicht voll besetzte Touristic-Bus gekapert und der  Besichtigungs-Marathon begann.
Am Poble Espanyol, Anella Olimpica, Joan Miro Museum, der Seilbahnstadion auf dem Montjuic, World Trade Center, Port Olimpic und Zoo  vorbei erreichten wir unser erstes Ziel dieses Tages, die Casa Battló und die Casa Milá.  Diese, zwei von mehreren, von Gaudi erbauten Häusern fasziniert schon von Weitem durch ihr außergewöhnliches Aussehen.
Die Fassade des Gebäudes Casa Batlló erinnert durch seine Farben an ein Korallenriff und Wellen. Die Balkone wirken wie große Unterkiefer und die Säulen der Fenster wie Gebeine.
Von innen ist die Casa Battló wunderschön und man kommt sich vor wie in einer anderen Welt.  Die geschwungenen Rundungen und das lichtdurchflutete Treppenhaus sind typisch für Gaudi der sich bei vielen seiner Werke von der Natur inspirieren ließ.
Das Dach verweist auf den Rücken eines Drachen  und Gaudi hat in diesem Gebäude verschiedene Motive des Drachentöters, dem heiligen Georg verarbeitet.
In der Casa Milá kann man eine Wohnung  im sechsten Obergeschoss mit Einrichtungsgegenständen aus den zwanziger Jahren sowie das Dachgeschoss und das Dach zu besichtigen.
Sehenswert sind die ungewöhnlichen Belüftungsschächte und Treppenhäuser mit Wasserspeicher, die man auf und von der Dachterrasse bewundern kann.
Unser nächstes Ziel sollte die Sagrada Familia, das Lebenswerk von Gaudi sein.
Beim Vorbeifahren blieb uns das Herz stehen. Die Schlange vor dem Eingang war so lang, dass es mindestens 2 bis 3 Stunden gedauert hätte um Einlass in dieses Kunstwerk zu erlangen. Auch von außen war der Anblick nicht so prickelnd da fast so viele Kräne wie Türme dieses Gebäude schmückten.In dem Bewusstsein, nicht das letzte  Male Barcelona besucht zu haben, entschlossen wir uns, die Besichtigung auf einen späteren Besuch zu verschieben. Wieder im Bus ging die Fahrt weiter zum nächsten Gaudi-Projekt,dem Park Güell.
Im Park Güell stehen bewundernswerte Steinkonstruktionen, atemberaubende Keramik arbeiten und faszinierende Gebäude. Im Eingangsbereich des Parks werden Sie von einer bunten, mit kleinen Keramikteilchen besetzten Drachenfontaine begrüßt.
Im oberen Teil des Parks befindet sich der Terrassenbereich, von dem man einen wunderschönen Blick über die Stadt hat. Außer einem Flickenteppich aus Mosaiksteinchen ist die gesamte Brüstung, ebenfalls  aus bunten Mosaiken, in Form einer Bank hergestellt.
Die Terrasse wird von gedrehten Steinsäulen getragen, die wie Baumstämme aus dem Boden wachsen.
Wieder im Bus ging die Fahrt weiter, vorbei am Stadion des bekannten und beliebten Fußballvereins von Barcelona bis zur Placa de Catalunya. Hier sollte der Besuch des Hardrock Cafés diesen unseren letzten Tag in Barcelona krönend abschließen.
Nach  einem leckeren Hamburger und einigen Einkäufen im Shop des Hardrock Cafés ging es wieder zurück zum Campingplatz wo unsere zwei Vierbeiner schon sehnsüchtig auf uns gewartet haben.
Ein wenig wehmütig begaben wir uns am nächsten Morgen auf die Weiterfahrt obwohl uns bewusst war, dass wir noch lange nicht alles in Barcelona gesehen hatten. Der Vorsatz, in den nächsten Jahren Barcelona einen weiteren Besuch abzustatten, machte uns die Abreise etwas leichter.
Es sollte weiter südlich, Richtung Andalusien, gehen und als nächsten Tageszielpunkt hatten wir uns den kleinen Ort Xabia, unterhalb von Denia ausgesucht. Im Fischereihafen und am Strand sollten sich laut Womo-Führer zwei Stellplätze befinden.  Obwohl wir Xabia in jeder Richtung durchfahren hatten, fanden wir weder den einen noch den anderen. Außer Verbotsschilder und gesperrte Straßen für Womos fanden wir nichts.
Kurzentschlossen suchten wir im Campingführer einen nahegelegenen Campingplatz, den wir dann auch ansteuerten und freundlich empfangen wurden.

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