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Bretange - Eine Reise in die Vergangenheit

 
  Unsere letzte, längerer Reise in 2010 sollte in die Bretagne gehen.
Es war Ende August, das Reisemobil gepackt, die Katzen saßen erwartungsvoll auf ihren zugewiesenen Plätzen und die Fahrt in den wildesten Teil Frankreichs konnte beginnen. Wie immer ging die Fahrt Freitagmittag um 14,00 Uhr los. Über die Autobahn Richtung Koblenz bis Blankenheim und von dort über die Landstraße nach Luxemburg.
Nach einem Tank- und Einkaufsstopp in Wasserbillig ging es über die Autobahn durch Luxemburg weiter nach Frankreich. Die Autobahn E 25 kann man kostenfrei über Metz nach Nancy befahren. Ab Nancy ging es weiter über die N 4 Richtung Paris.
Unsere erste Übernachtung sollte zwischen Nancy und St-Dizier ein Stellplatz in einem kleinen Ort sein. Aus einem Womoführer gaben wir die Koordinaten in unser Navi ein und hofften, dass es uns an unser Ziel führen würde.
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  Unsere erste Übernachtung sollte zwischen Nancy und St-Dizier ein Stellplatz in einem kleinen Ort sein. Aus einem Womoführer gaben wir die Koordinaten in unser Navi ein und hofften, dass es uns an unser Ziel führen würde.
Es war schon dunkel und wir Verliesen uns voll auf Mister Becker. Die Fahrt ging über Landstraßen die immer schmaler wurden, durch Ortschaften, die aus einigen wenigen Häusern bestanden bis zu einem kleinen Ort. Dort. Vor dem Hof eines etwas größeren Bauern meinte unser Navi, das Ziel wäre erreicht und läge rechts. Rechts war nur der Hof des Bauern und es sah in keiner Weise wie ein Stellplatz aus. Müde und frustriert überlegten wir, dass wir dort nicht stehen könnten und Michael stieg aus um die Lage in Augenschein zu nehmen. Auf der linken Seite, schräg gegenüber vom Hof befand sich ein breiter Schotterweg neben einem Gebäude. Hinter dem Gebäude gab es einen großen Platz auf dem einige Landmaschinen auf ihren nächsten Einsatz warteten. Die Uhr zeigte bereits nach 21,00 Uhr und wir beschlossen nach kurzer Überlegung, dass wir auf diesem Platz keinen stören und eine ruhige Nacht verbringen könnten.

Die Nacht war sehr ruhig und wir schliefen himmlisch bis zum nächsten Morgen. Geweckt wurden wir von Hähnen, die beim ersten Sonnenstrahl krähten. Kurze Zeit später kam ein Bauer auf seinem Traktor um zu schauen, wer dort sein rollendes Haus abgestellt hat. Er war sehr freundlich und Michael hat ihm mit Händen und Füssen erklärt wo wir herkämen und dass unser Navi diesen Platz als Stellplatz ausgewiesen habe. Er hat schallend gelacht und uns einen schönen Tag und gute Weiterfahrt gewünscht.Natürlich bleiben in einem so kleinen Ort Fremde nicht unbemerkt und so kam kurze Zeit später ein weiterer junger Bauer, ebenfalls mit Traktor, um uns zu begrüßen.
 
  alt Nach all der Aufregung und einem guten Frühstück machten wir uns auf die Weiterfahrt. Über noch mehr enge Sträßchen ging es Richtung N 4 und weiter nach Paris. Den Autobahnring um Paris bewältigten wir ohne großen Stau um die Mittagszeit und steuerten unser nächstes Etappenziel, die Stadt Fougeres an.
Fougeres ist eine schöne mittelalterliche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und der größten Burganlage Europas.Nachdem wir einen schönen Stellplatz unweit der Stadt gefunden hatten, ging es auf Schusters Rappen auf Erkundungstour. Entlang der Stadtmauer führte der Weg durch einen Park stetig steigend zur Oberstadt. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Burganlage. Das älteste Viertel der Stadt, „Marchix“ ist absolut sehenswert.
Durch kleine Gässchen, vorbei an malerischen alten Häusern aus dem 18. Jahrhundert sowie einladenden Gaststädten ging der Weg wieder hinunter Richtung Festung.
Natürlich durfte ein Gläschen Wein, bei strahlendem Sonnenschein und musikalischer Unterhaltung in einem der vielen Straßencafés in der Nähe der Burganlage nicht fehlen.
 
 

Da bei keinem Frankreichbesuch im Norden die für mich schönste Stadt, Le Mont St. Michel fehlen darf, ging es am nächsten Morgen auf die Fahrt dorthin.
Mont St. Michel liegt im südlichen Teil der Normandie an der Grenze zur Bretagne.
Es ist das dritte Mal, dass es uns nach Mont St. Michel zieht und es wird bestimmt nicht das letzte Mal sein.Der Stellplatz liegt noch direkt zu Füssen des Klosterberges Mont St. Michel. Bei unserer Ankunft sahen wir schon von weitem hunderte von Wohnmobilen und auch viele Autos. Das Städtchen selber ist Autofrei da in den schmalen Gassen gerade einmal die vielen Touristen Platz zum gehen haben, was in der Hauptsaison bestimmt nicht leicht ist.
Vom Stellplatz geht es ein Stück zu Fuß über den restlichen Damm, durch ein schönes altes Stadttor ins Zentrum. Um den Massen etwas zu entgehen, führte uns der Weg zum eigentlichen Kloster diesmal oben über die rechte Stadtmauer. Natürlich fehlen auch hier nicht die Eingänge zu diversen Lädchen und Restaurants aber man kann ohne großen Stau und ohne Geschuppse den Berg erklimmen und hat außerdem noch eine tolle Aussicht auf das flache Umland, den riesigen Parkplatz und das Meer.
Den höchsten Punkt dieser kleinen Insel bildet das Benediktinerkloster, auch eines der Pilgerorte bei der Wanderung des Jakobsweges.
Obwohl wir das dritte Mal dort oben standen, hatten wir bis zu diesem Zeitpunkt das eigentliche Kloster noch nie besichtigt. Ein Hindernis sind für mich die vielen Stufen, die in das Kloster führen und auch im Kloster selber sind nicht gerade wenig. Dieses Mal habe ich die Zähne zusammen gebissen und den für mich beschwerlichen Weg in Angriff genommen. Das Kloster mit seinen Kreuzgängen, Säulen, der Krypta und den vielen Aussichtspunkten hat mich voll entschädigt und ich war froh, diesen Weg gegangen zu sein.

Auf dem Weg nach unten haben auch wir uns in das Getümmel des Hauptweges gestürzt und uns die vielen kleinen Lädchen und Gaststädten wieder einmal angeschaut. Natürlich war der Kauf von zwei Flaschen Apfel-Cidre, ein bekanntes und leckeres Getränk der Region, ein Muss.
Nach einem kurzen Abstecher in unserem rollenden Heim ging der Weg in die andere Richtung über den Damm. Am Ende oder Anfang des Dammes findet man viele Hotels, Gaststädten, Cafés und natürlich auch wieder Lädchen mit Produkten der Region und anderen nützlichen oder unnützen Dingen.

Bei einer leckeren Tasse Kaffee und einem atemberaubenden Blick auf den Mont St. Michel haben wir diesen Tag ruhig ausklingen lassen und für uns beschlossen, bei jeder Fahrt, die uns in die Nähe dieses Ortes führt, hier wieder mindestens einen Tag Zwischenstation einzulegen.

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  alt Unser nächstes Ziel war ein Campingplatz für zwei bis drei Nächte in Cancale.
Wir haben uns dieses Ziel ausgesucht da dieses Städtchen nahe am Meer liegt und ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen entlang der Küste, der Stadt St. Malo sowie anderer kleinerer Städtchen bietet.
Zum Glück hatte der von uns angesteuerte Campingplatz noch geöffnet (viele schließen Ende August ihre Tore) und wir fanden einen schönen Stellplatz.
Nachdem wir uns häuslich eingerichtet, unser zweirädriges Gefährt aus der Garage gerollt und eine leckere Tasse Cappuccino getrunken hatten, ging es auf die erste kurze Erkundungsfahrt in die nähere Umgebung und den Ort Cancale.
Cancale ist eine der kleinen Städte entlang der Küste und für seine Austernzucht weltbekannt. Das hübsche Städtchen liegt in einer malerischen Bucht mit Blick auf den Mont St. Michel und aus der Oberstadt führt eine steile Straße hinunter in den Hafen.
 Eine Vielzahl wunderschöner Häuser entlang der Kais beherbergt viele Restaurants in denen jede Art von Meeresfrüchten, Fischen und natürlich frischen Austern zum Verzehr angeboten werden.
Geht man links entlang des Kais bis zum Ende, stößt man auf eine Bretterbude in der Fischer fangfrische Austern zu einem Spottpreis auf Papptellern zum sofortigen Verzehr anbieten. Hier scheint es Tradition zu sein, die Schalen der verspeisten Meerestiere auf dem Boden zu entsorgen. Man steht regelrecht auf einem Teppich von kleingetretenen Schalen.
Einen wunderschönen Blick auf den Hafen und die Austernbecken hat man von einem Platz oberhalb der Hafenbucht, am Ende einer stillen Straße mit stolzen Bürgerhäusern und einem Ehrenmal für die Kriegsgefallenen.
Nach einem leckeren Abendessen vom Grill und einer Flasche Cidre steht einer ruhigen Nacht nicht mehr im Weg.
 
 
  Am nächsten Morgen ging die Fahrt auf dem Roller entlang einer wirklich wunderschönen Küste mit kilometerlangen Sandstränden und vielen kleinen, teilweisen bebauten Inselchen in die etwas größere Festungsstadt St. Malo.  
  Mit dem Roller findet man ohne Probleme einen Parkplatz direkt vor der Festung.
Um einen besseren Überblick über die Festungsstadt zu bekommen, beschlossen wir, mit einem kompletten Rundgang über die Stadtmauer von St. Malo zu beginnen.
Nachdem wir das Stadttor durchschritten hatten, begaben wir uns auf einer steilen Treppe nach oben.

Von der Stadtmauer hat man rechts einen herrlichen Blick auf das Meer und links auf die kleinen Gässchen des Stadtkerns. Die Wanderung dauerte etwas mehr als eine Stunde wobei man natürlich immer wieder stehen bleibt um die endlos schönen Strände der Bretagne mit ihren vorgelagerten Inseln aber auch die Sträßchen der Stadt zu bewundern.
Nach dem Rundgang war der Besuch von einigen dieser kleinen Gässchen mit Ihren Cafés, Restaurants, Lädchen und prunkvollen Hotels Pflicht.
Bei dem Rundgang über die Stadtmauer konnte man auf der gegenüber liegenden Seite der Bucht das Städtchen Dinan sehen. Da die Besichtigung von St. Malo um die Mittagszeit erledigt war, beschlossen wir kurzer Hand, der Stadt Dinan auch noch einen Besuch abzustatten.
Der Roller wurde aus seinem Mittagsschlaf gerissen und los ging die wilde Fahrt Richtung Dinan.
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  Wir sind schon auf sehr vielen Straßen in einigen Ländern mit diesem Gefährt unterwegs gewesen und haben auch dort manch brenzlige Situation erlebt aber was uns hier erwartet hat, kannten wir noch nicht.
Aus St. Malo raus, Richtung Dinan ging es noch ganz gemütlich. Erst den Berg hoch und dann erst einmal ein Stück entlang der Küste immer den Schildern Dinan folgend. Plötzlich wurde die Straße vierspurig und los ging die Jagd über einen Damm zwischen französischen Auto- und LKW-Fahrern. Da wir mit unseren 50 Kubik nicht an diesem Rennen teilnehmen konnten wurde es manchmal für uns ganz schön eng und wir haben beide gebetet, dass der Wahnsinn bald vorbei sei und uns nicht eines dieser gegnerischen Gefährte über die Brüstung ins Meer befördern würde.
Wir sind heile angekommen und mussten uns, im Hinblick auf die unvermeidliche Rückfahrt, erst einmal mit einem Cafe stärken. Vor lauter Aufregung haben wir zwar einen Teil von Dinan besichtigt, den alten, historischen Stadtkern aber gar nicht gefunden. Was wir damit versäumt haben, stellten wir erst nach unserer Ankunft zu Hause fest.
Auch die Rückfahrt haben wir lebend überstanden und wir waren froh, das Womo mit unseren Vierbeinern zu sehen. Jetzt war erst einmal ausruhen angesagt.
 
  Am nächsten Morgen, nachdem alles wieder eingeladen und sicher verstaut war, ging die Reise, entlang der Küste weiter Richtung Westen.
Unterwegs ging die Fahrt durch hübsche kleine Städtchen, vorbei an traumhaften Stränden (viele Parkplätze nicht für Womos geeignet) weiter zum Fort La Latte.
Nachdem wir einen ganz passablen Parkplatz ergattert hatten, war marschieren angesagt. Es ging über gut ausgebaute Wanderwege ungefähr zwei Kilometer Richtung Meer. Das Fort liegt wirklich malerisch auf einer Felsspitze und ist auch von innen zu besichtigen.
Nach einer ausgiebigen Fotosession ging es zurück zum Parkplatz. Auf dem Rückweg hatte man einige Höhenmeter zu bewältigen und so dauerte es etwas länger.
Westlich von Fort la Latte, auf der gleichen Landzunge findet man noch den gekannten Leuchtturm Cap Frehel, unser nächstes Ziel.
Auch hier war wieder wandern angesagt. Vom Parkplatz zum Leuchtturm ging es über gut ausgebaute Wege zum Leuchturm. Die Felsen schimmern rosa, was diesem Küstenabschnitt den Namen Rosa Granit Küste eingebracht hat. Die Felsformationen trotzen Wind und Wetter und man kann von der Spitze das Meer ca. 70 Meter tief unten sehen und die Brandung, mit der die Wellen an die Felsen peitschen, auch hören.
Langsam wurde es Zeit, einen Platz zum Übernachten zu finden.
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Laut Womo-Führer gab es einen ruhigen Stellplatz in der Nähe des Dorfes Cosmopolis, den wir auch ansteuerten. Der Stellplatz war zwar nicht der schönste, ruhig war er ganz sicher. Außer uns standen noch drei weitere Mobile dort und sonst erst einmal nur Natur Pur. Da an diesem Tag mein Laufpensum ausgeschöpft war, richteten wir uns nach einem kurzen Mal auf eine ruhige Nacht ein.
Am nächsten Morgen, nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann doch noch auf Entdeckungstour. Vorbei an dem, noch geschlossenen Gallischen Dorf konnte man auf einer breiten Teerstraße gemütlich zu einem Telekommunikations-Museum wandern. Da ich technisch nicht sonderlich interessiert bin, reichte es mir, das historische Gebäude mit dem riesigen Radome von außen zu besichtigen. In der Hoffnung, dem gallischen Dorf einen Besuch abstatten zu können, ging es wieder Richtung Stellplatz. Am Eingang stellten wir fest, dass das Tor ab September erst um 14 Uhr auf gehen würde. Die einzigen Lebewesen, die uns begrüßten, war eine Schar von Gänsen und Enten, die dort auf einem kleinen See vor dem Dorf zu Hause waren. Nach dem Schießen einiger Fotos und ein paar Streicheleinheiten für das Federvieh zogen wir, ohne Besichtigung und ohne die angepriesenen Crêpe probiert zu haben, ab.
Das Planetarium, das sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Stellplatzes befindet, war nach dieser Enttäuschung auch nicht mehr interessant und wir machten uns auf die Weiterreise.

 
  alt Eigentlich sollte unser nächstes Ziel die Hafenstadt Roscoff sein. Über Morlaix mit einem beeindruckenden Viadukt geht es auf der anderen Seite einer, tief ins Landesinneren gezogenen Meeresbucht wieder Richtung Norden. Da wir eigentlich in Roscoff übernachten wollten, fuhren wir den ersten Stellplatz, im Ortsteil Ste-Barbe, an. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer, wunderschön auf einem Hügel gelegenen kleinen Kapelle, vorbei. Einen Parkplatz direkt vor der Kapelle konnten wir auch ergattern und so stand einer Besichtigung nichts mehr im Weg.
Eine Überraschung erwartete uns auf der Rückseite. Von dort hatte man einen wunderschönen Blick auf die Hafenstadt Roscoff.
Was nicht so schön war, von dort konnte man auch sehen, wie weit man laufen muss, um ins Stadtzentrum zu kommen. Hin ging es zwar den Berg runter aber man will ja auch wieder ans Womo und dann geht es bergauf. Da ich eigentlich keinen Wanderurlaub geplant hatte, beschlossen wir, Roscoff nur bei einer Womo-Stadtrundfahrt zu besichtigen und uns danach auf die Weiterfahrt Richtung Südwesten zu begeben.
 
  Was nicht so schön war, von dort konnte man auch sehen, wie weit man laufen muss, um ins Stadtzentrum zu kommen. Hin ging es zwar den Berg runter aber man will ja auch wieder ans Womo und dann geht es bergauf. Da ich eigentlich keinen Wanderurlaub geplant hatte, beschlossen wir, Roscoff nur bei einer Womo-Stadtrundfahrt zu besichtigen und uns danach auf die Weiterfahrt Richtung Südwesten zu begeben.

Auf einer gut ausgebauten Straße ging es, Brest links liegen lassend, auf eine kleine Halbinsel mit dem Ziel Camaret-Sur-Mer. Bei der Durchfahrt von Sizun fiel unser Blick auf den Triumphbogen. Kurzentschlossen wurde ein Parkplatz gesucht um dieses schöne Bauwerk zu besichtigen.
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  Nach der Besichtigung ging es weiter nach Camaret. Oberhalb der Ortschaft, direkt an einer großen Wiese mit über 140 Menhiren (bilden die Alignements de Lagatjar), die in drei Reihen neben der Straße stehen, liegt ein großer Stellplatz. Er ist gut ausgebaut und in der Hauptreisezeit bestimmt immer gerappelt voll. Wir hatten Glück und fanden einen schönen Platz.
Da wir nur einen Tag bleiben wollten, musste nicht viel ausgeräumt werden. Mit Kamera bewaffnet ging es auf Entdeckungstour.
Erst einmal schauen, wo das Meer ist. Vom Stellplatz aus gingen wir nach rechts über einen Wanderweg. Direkt vor uns sahen wir die Ruine von Saint-Pol-Roux. Dahinter liegt am Ende einer, mit Gras und Erika bewachsenen Düne ein wunderschöner breiter Sandstrand. Rechts kann man eine, ins Meer ragende Landzunge mit einigen Gebäuden (Leuchtturm) sehen. Auch für Wanderungen ist dieses Gebiet mit Wegen gut ausgestattet.
 
  alt Nachdem wir unser, lecker gegrilltes Essen verzehrt hatten ging es ins Örtchen. Nach einem Fußmarsch von ca. einer halben Stunde kamen wir, auf einigen Umwegen durch verschlafene Gässchen, zur recht beschaulichen Strandpromenade. Mehrere kleine Restaurants mit einem guten Fischangebot und Tischen vor der Türe sowie einige Cafés und Eisbuden säumten die Straße. Auf der anderen Seite des Hafenbeckens, auf einer künstlichen Landzunge konnte man einige alte, gestrandete Boote, eine alte Kirche und einige, in die Jahre gekommene, gut erhaltene Gebäude sehen.

Damit ich, mit etwas Glück, doch noch einen Sonnenuntergang vor die Linse zu bekommen, taperten wir wieder zum Stellplatz und von dort zur Ruine. Es hat geklappt und ich konnte einige schöne Fotos vom Sonnenuntergang inklusive Ruine und Meer schießen.
 
  Kurz nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen ging die Reise weiter. Erst einmal über Crozon nach Ste-Marie-du-Menez-Hom. Nach einer ausgiebigen Besichtigung geht unsere Fahrt weiter über Douarnenez zum Cap-Sizun.
Natürlich müssen wir uns den westlichsten Punkt Frankreichs, La Pointe du Raz anschauen. Auf einem großen Parkplatz stellten wir unser fahrbares Zuhause ab und wanderten über schön angelegte schmale Wege die sich durch gelben Ginster und durch eine naturbelassene Heidelandschaft schlängeln, vor bis zum Signalturm. Vom Küstenweg aus hat man immer wieder Blick auf das berühmte Kap mit seinen charakteristischen Felsen und dem, von Gischt umspülten Leuchtturm.
 
 

Unser nächstes Tagesziel war das Städtchen Locronan und so machen wir uns nach dieser erholsamen Wanderung, am frühen Nachmittag wieder auf die Reise ins Landesinnere.

Auf einem Parkplatz vor dem Ort hat man einen Bereich als Stellplatz mit Toilette, Ver- und Entsorgung eingerichtet. Obwohl der Platz zu dieser Zeit schon gut besucht war, fanden wir einen schönen ruhigen Platz. Die Zeit für ein nicht zu spätes Abendessen war gekommen und so wurde erst einmal der Grill ausgepackt und ein leckeres Mal zubereitet.
Ein wunderschöner Abschluss dieses Tages war ein Spaziergang durch den Ort mit dem Besuch eines der vielen Straßenkaffees, einem guten Tropfen Wein und einem bretonischen Bier.

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  Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns am nächsten Morgen auf, den Ort zu besichtigen. Viele alte, sehr gut erhaltene Häuschen mit wunderschön angelegten Gärten und herrlichen Blumen waren zu sehen. Ich habe noch nie so viele Hortensien und wilde Fuchsien gesehen wie in der Bretangne. Man kam sich inmitten dieser Ruhe und Beschaulichkeit vor wie in einer anderen Welt.  
  alt Unser weiterer Weg führte uns, um Quimper herum zur Hafenstadt Pont Aven. Ein kleiner Ort, der eigentlich recht malerisch und sehenswert ist, wäre dort nicht eine Galerie an der anderen.
Direkt am Eingang des Stadtzentrums fällt einem ein kleines, putziges Gebäude auf. Beim näheren Hinsehen entpuppt es sich als Toilettenhäuschen.
Als Malerisch erweist sich ein Spaziergang entlang des Flüsschens Aven. Dort hat man noch vieles in seinem Ursprung gelassen.
Leider war unser Urlaub fast zu Ende und so beschlossen wir, auf der Heimfahrt noch einen Abstecher an die Loire zu machen. Den Südlichen Teil der Bretagne werden wir sicher in einem unserer nächsten Frankreich-Urlaube besuchen.
 
 

In einem Stellplatzführer war ein schöner Platz an der Loire in der Nähe von Montsoreau beschrieben. Leider war er bei unserer Ankunft am späten Nachmittag wegen Überfüllung geschlossen und wir mussten auf einen Campingplatz im Ort ausweichen. Im Ort selber gab es eine Champignon-Zucht in Felshöhlen, einigen Höhlenwohnungen und einer gut erhaltenen Festung. Der Ort lag zwar sehr idyllisch an der Loire aber er gab nichts für einen längeren Aufenthalt her.
Nach einer abenteuerlichen Fahrt über eine schmale Loire-Brücke lag unser letztes Übernachtungsziel in der Nähe von St. Dezier.

Dort, an einem See, dem Lac Du Der verbrachten wir unsere letzte Nacht in Frankreich.
Über Metz und Luxemburg ging es am nächsten Morgen nach Hause.
 

 
    Das Fazit dieser Reise ist:
Bretagne wir sehen uns irgendwann wieder!!!
   
           
       
           

 

Westlich von Fort la Latte, auf der gleichen Landzunge findet man noch den gekannten Leuchtturm Cap Frehel, unser nächstes Ziel.nbsp;

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