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Rügen - Perle an der Ostsee

  So gegen 7,30 Uhr trafen wir uns mit Günter und Elke an der Raststätte Lichtendorf zu einer Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück.

Von dort ging es im Konvoi über die A 1 bis Hamburg und von dort auf der A 24 weiter bis Schwerin. Um das Schweriner Schloss zu besichtigen wurde ein Parkplatz in der Altstadt angefahren. Nach einem Rundgang um das Schloss herum und einem leckeren Ginger Ale mit traumhaftem Blick auf den Schweriner See und das Schloss ging es zurück zum Womo und weiter nach Wismar.
Schloss Schwerin  
 
Karfreitag, strahlender Sonnenschein, ca. 17,00 Uhr Ankunft am Stellplatz, der in der Nähe der Altstadt von Wismar liegt. Schon am Tor ein winkender Wächter, der uns schon von weitem zu verstehen gab, dass der Platz belegt sei.

Dank eines Campingführers von Meckpomm fanden wir einen gut ausgestatteten Campingplatz in Zierow. Für das leibliche Wohl wurde in einem platzeigenen Restaurant gesorgt und so stand einer ruhigen Nacht nicht mehr im Wege.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Morgen weiter über die A 20 bis Stralsund und von dort über Rügen-Brücke nach Rügen.

Da noch zwei Feiertage vor uns lagen musste unser Proviant noch aufgefüllt werden. Als erstes fuhren wir einen großen Bauernhof an, der allerlei Leckereien anbot. Danach ging es weiter zu einem Realmarkt in der Nähe von Bergen. Nach einer Stunde war die Jagd nach den fehlenden Lebensmitteln zu Ende und wir konnten in Ruhe unseren Stellplatz in Prora ansteuern.
 
 
  Prora liegt zwischen dem kleinen Jasmunder Bodden und der Ostsee.

Nachdem Stühle und Tische ihren Außenstandplatz eingenommen hatten stand als nächstes die Ostsee auf dem Program. War gar nicht so einfach dort hin zu gelangen. Erst einmal ein Stück nach links, über die Bahngleise und dann wieder ein Stück zurück, vorbei an einem Eisenbahnmuseum.

Anstatt dann endlich an der See angekommen zu sein, steht man vor einer Reihe von Betonruinen (der Koloss von Prora), durch die kein Durchkommen zum Meer war. Wieder ein Stück nach links und endlich geht es zwischen zwei dieser wahrhaft hässlichen Gebäude durch zum Strand. Der Strandabschnitt entlang dieser Ruinen, die ungefähr 4,5 Km die Landschaft verschandeln, sieht auch nicht gerade einladend aus.
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  Also wieder zurück, diesmal allerdings gerade aus, vorbei an einigen hübsch restaurierten Wohngebäuden, durch einen Streifen Wald, über die Bahngleise, daran entlang, einen Hang hoch und über die Straße in die Wohnmobil-Oase.

Die Zeit zum Grillen ist gekommen, es gibt Fisch, Salat, Brot und Wein und der erste Tag auf Rügen neigt sich bei einem guten Essen seinem Ende zu.
 
  alt Am nächsten Vormittag ist Busfahren nach Binz angesagt. Die Fahrkarten gibt es am Stellplatz kostenlos.

 Binz ist ein hübscher Badeort mit vielen sehr gut restaurierten alten Villen und ebensolchen Hotels.Eine Fußgängerzone lädt zum flanieren ein und sie endet an der Seebrücke, auf der man ein ganzes Stück übers Meer gehen kann.
 
  Natürlich darf ein Besuch auf dem Jagdschloss Granitz, das bequem mit dem Jagdschloss-Express zu erreichen ist, nicht fehlen. Von dem, auf kunstvoll gestalteten Stufen zu erklimmendem Turm hat man einen tollen Blick über einen Teil von Rügen.

Wieder zurück in Binz treffen wir uns am frühen Nachmittag mit unseren Freunden aus Frankfurt/Oder, die zu einem Kurzurlaub gekommen sind. Gemeinsam suchen wir sechs uns einen schönen sonnigen Platz bei Gosch und verzehren leckere Krabben und Fischbrötchen.

Zur Bushaltestelle schlendern wir alle entlang der neu gestalteten Promenade Richtung Prora um von einer Haltestelle an dessen Ende zum Stellplatz zu fahren. Dirk und Dorit fahren mit Ihren Rädern zu Ihrem Quartier um sich am Abend wieder mit uns in Saßnitz zum Essen zu treffen.
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  Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es am nächsten Morgen gegen 10:00 Uhr nach Sellin. Günter, Elke, Dirk und Dorit fahren mit dem Fahrrad, Michael und ich haben unseren zweirädrigen Italiener aus der Garage geholt.

Der Verkehr war schon recht hoch und so ging es über Berg und Tal, durch Wälder und Felder Richtung Sellin mit einer Schlange von Autos und Bussen im Schlepptau.

Natürlich waren wir schneller als die vier Radler und so konnten wir uns in Ruhe die Flaniermaile von Sellin anschauen. Dort gab es nichts anderes zu sehen als in Binz. Ein Cafe oder Restaurant neben dem anderen und dazwischen die obligatorischen Geschäfte mit Klamotten und nützlichen und unnützen Dingen, die keiner braucht aber jeder haben muss.

Eine wahre Augenweide war der Anblick des schön gestalteten Cafés und Restaurants am Aufgang zur Seebrücke.
 
 

Da immer noch etwas Zeit übrig war, sind wir bis zum Ende der Seebrücke geschlendert. Dort kann man in einer Tauchkapsel den Boden der Ostsee besuchen und sich die dort lebenden Meeresbewohner aus der Nähe ansehen. Eine Tauchfahrt dauert ungefähr eine ¾ Stunde und ist für Leute ohne Platzangst bestimmt interessant. Leider zähle ich nicht dazu.

Wieder zurück am Anfang der Seebrücke, unserem Treffpunkt, haben wir erst einmal einen Tisch für uns sechs blockiert und einen leckeren heißen Tee genossen. Bald darauf kamen unsere fleißigen Radler auch zum ersten Zielpunkt und in einer geselligen Runde mit Kaffee, Tee, Bier und Wein wurden die Strapazen der ersten Etappe abgebaut.

Nach zwei erholsamen Stunden ging es auf die Rückfahrt. Der nächste Treffpunkt sollte ein Cafe in Binz sein, wo bestimmt leckeres Eis auf uns wartet (Jeder braucht ein Ziel und einen Anreiz).
Wir mit unserer, stetig wachsenden Schlange waren auch diesmal die ersten. Kaum in Binz angekommen kam von Günter und Elke die Nachricht, dass einer Ihrer Drahtesel einen Plattfuß der Weiterfahrt vorgezogen hat und lieber mit dem rasenden Roland nach Binz und von dort mit dem Bus weiter nach Prora reisen wollte.
Dirk und Dorit kamen nach einiger Zeit in Binz an und so stand für uns Vier einem genussvollen Schlemmen von leckeren Eisbechern nichts mehr im Wege.

Das letzte Tagesziel war unser Stellplatz in Prora wo der Tag bei einem gemütlichen Grillabend ausklingen konnte.

Am nächsten Morgen ging es für Dirk und Dorit wieder Richtung Heimat.

 
  Elke und Günter wollten per Schiff den Königsstuhl vom Meer aus besichtigen und Ihren, immer noch platten Drahtesel, der in Binz geparkt stand, reparieren lassen und am Nachmittag damit zum Stellplatz kommen.

Auf unserem Program stand der Besuch am nördlichsten Punkt von Rügen, dem Kap Ankona.

Unser kleiner Italiener wurde wieder gesattelt und los ging die wilde Fahrt über Rügens Straßen. Nach ca. einer Stunde hatten wir unser Ziel, einen großen Parkplatz in Putgarten erreicht. Von dort ging es mit einem öffentlichen, nostalgischen Gefährt den 2 Km langen Weg bis zum Kap. Die beiden Leuchttürme sind schon von weitem sichtbar. Natürlich kann man einen davon auch besichtigen. Der zweite ist heute noch in Betrieb.

Ein weiteres Highlight für Interessierte Kriegsveteranen ist die Bunkeranlage, die ebenfalls mit einem sachkundigen Führer besichtigt werden kann. Außerdem laden viele, gut ausgebaute Wege zum Wandern ein.
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  alt Einer dieser Wege führt entlang der steilen, 50 m hohen Steilküste, vorbei an Wiesen und durch einen kleinen Wald zum ca. 1 km entfernten kleinen Fischerdorf Vitt. Hier stehen noch einige reetgedeckte Katenhäuser und die Gastronomie lädt mit Blick auf den kleinen Hafen zum Verweilen ein.Von der Vitter Kapelle, einem sehenswerten achteckigen Bau geht die Fahrt mit der Nostalgiebahn wieder zurück zum Parkplatz.  
  Unser nächstes Tagesziel ist der Königsstuhl von der Landseite aus.

 Nach einem gemeinsamen Frühstück verlassen Elke und Günter Rügen und wir fahren über Sassnitz zu einem Großparkplatz, der ca. 3 km vom Königsstuhl entfernt liegt. Entweder wandert man diese Strecke oder man steuert das Ziel mit Hilfe eines Busses an. Wir entscheiden uns für den bequemeren Weg und nehmen den Bus.
Der Königsstuhl ist sowohl der höchste aber auch der bekannteste Felsen an Rügens Kreideküste. Von der großen, hoch gelegenen Plattform hat man einen schönen Blick auf die Ostsee.

Die schönste Sicht auf den Königsstuhl selber hat man von der nahe gelegenen Victoria-Sicht.
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  Da auch wir am Freitag Rügen verlassen wollen, ist unser letztes Ziel auf dieser schönen Insel der im südlichen Teil gelegene Badeort Göhren. Wie immer fahren wir mit dem Roller und wie schon bei der Fahrt nach Sellin ziehen wir eine lange Schlange Autos hinter uns um den Granitzer Wald.

Göhren hat eine am Berg gelegene Einkaufsstraße und unten im Tal eine schöne Promenade mit einigen netten Cafés und einem herrlichen Blick auf die Nordsee. Leider war es sehr windig und man konnte den Blick nicht von der Terrasse genießen.
Göhren ist eine der Städte, die man auch bequem mit dem rasenden Roland auf einer nostalgischen Fahrt erreichen kann.
Auf der Rückfahrt haben wir noch einmal Binz einen Besuch abgestattet und, wie kann es anders sein, ein letztes leckeres Krabbenbrötchen verzehrt.
 
  Am frühen Abend wurde das Womo reisefertig gemacht und am nächsten Morgen ging es von Rügen zu einem weiteren Versuch, Wismar zu beglücken.

Der Stellplatz, in unmittelbarer Nähe des Hafens und der Innenstadt gelegen, bot uns einen schönen Platz für die letzten 1 ½ Tage. Am Nachmittag kamen auch Elke und Günter dort an um mit uns die letzte Zeit zu verbringen.
Wismar wir kommen, hieß es an unserem vorletzten Urlaubstag. Entlang des Hafens ging es ins Zentrum mit seinen, schön restaurierten und gut erhaltenen alten Hansehäusern. Eine Fußgängerzone lud zum flanieren ein und die gemütlichen Straßencafes lockten mit leckerem Eis und Kuchen
Natürlich durfte auch hier ein leckeres Fischbrötchen von einem Schiff im Hafen gelegen, nicht fehlen.

Einen schönen Ausklang dieser erholsamen Woche war ein gemeinsames Essen in einem netten Restaurant in Hafennähe.
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