Dieses Mal war unserZiel die ToskanamiteinemAbstecher (ohneWomo) auf die Insel Elba, derzweitenHeimatunseres„kölschen Jung, “WilliMillowitsch“.
Am 10. Juni, 12 Uhrmittags (natürlichwieder 10 Min. später) war Abfahrt. Über die A 61, wieimmermitStau in derNähe von Sinzig, dannweiterüber die A 6 und A 5 gingesRichtungSüden.
UnserTagesziel war einnettes Hotel/Restaurant,derFallerhof in derNähe von Bad Krozingen, beidem man kostenlos am Rande des Parkplatzesübernachtenkann. AnstattStellplatzgebührenzuzahlen, kann man hiergemütlich, gut und leckerEssen und sich von dererstenEtappebeieinemodermehrerenGlas Bier oderWeinerholen.
Am nächstenMorgengingeszeitigwiederauf die Bahndennvoruns lag der St. Gotthard. Schonkurz hinter Basel kam die ersteMeldung, dassvordemGotthardtunnelmiteinerWartezeit von ca. 2 Stundenzurechnensei. Als Alternative wurde die Route überZürich und den San Bernadinoempfohlen. Wirhabenesgewagt und sindsturweitergefahren, in derHoffnung, dassnach den, nochvorunsliegendenKilometern, derStausichaufgelösthabe. Leider war esnichtganz so und wirstanden, bedingtdurchAmpeln, die den Verkehrentzerrensollten, immer mal wieder. Vordem Tunnel, wieder mal so eineAmpel, habenwirunskurzerhandentschlossen, über den Pass zufahren. Dies gingauchdannrechtzügig. Leider war das Wetter obenallesanderealsschön und von Aussicht war nichtszusehen.
Also nichts wie runter und weiter Richtung Italien, der Sonne entgegen.
Die lies aber noch auf sich warten und ein wahrer Platzregen begleitete uns von Bellinzona bis fast zur Grenze.
Obwohl der Regen hinter der Grenze aufhörte, ging es nicht so zügig weiter, wie wir gedacht hatten. Auch die Italiener müssen ihre Autobahnen neu "gestalten" und welche Zeit bietet sich dafür besser als die Ferien- und Hauptreisezeit. Unser kluges Navi hatte auch eine Lösung bereit und lotste uns von der Autobahn um uns an dem nächsten größeren Kreis wieder auf die gleiche Autobahn zu schicken.
Gott sei Dank stand am Wegesrand ein Schild nach Mailand und diesem sind wir gefolgt. Über Land, durch kleinere und größere Dörfer ging es bis kurz vor Mailand und dort wieder auf die Autobahn.
Endlich freie Fahrt, sodass einer Ankunft im Hellen an unserem Tagesziel nichts mehr im Wege stand.Als großer Fan der Womo-Reihe durfte die in diesem Jahr neu erschienene Ausgabe über die Toskana und Elba nicht fehlen und so stand unser erstes Ziel in Italien schnell fest.
Oberhalb von Carrara gibt es einen alten, idyllischen kleinen Ort mit dem Namen Pentrémoli und einen zentrumsnahen kostenlosen Stellplatz.Dieser lag unterhalb der Altstadt an einem kleinen Bach. Von ihm hatte man einen schönen Blick auf die höher gelegene Burganlage. Über zwei Brücken gelangte man ohne große Mühe in das, leider nicht ganz Autofreie Zentrum. Mit etwas Glück wird man in den engen Gässchen nicht überfahren und kann sich die hübschen Lädchen mit köstlichen regionalen Waren und schöner Handwerkskunst anschauen und an zahllosen Straßencafés und Restaurants vorbei schlendern in Richtung der Burganlage. Unmittelbar am Stellplatz befanden sich ein kleines Lädchen mit allen notwendigen Lebensmitteln sowie eine Pizzeria.
Da es schon etwa später und fast Schlafenszeit war, wollten wir uns eine Pizza teilen und stürmten die Pizzeria. Nach einer etwas längeren Wartezeit, in der ich die Gelegenheit nutzte, die Dorfschönheiten draußen zu beobachten, erschien Michael mit einem Riesenkarton und einer ebenso großen Pizza. Sie duftete herrlich und schmeckte vorzüglich.
Durch unseren Entschluss, die Toskana-Rundreise an der Meerseite zu beginnen, war der nächste Halt in Lucca.
Dort gab es zwei ausgewiesene Stellplätze. Den erste, den wir angefahren hatten, lag an einer Hauptstraße und bestand aus einer unschönen, frei zugänglichen asphaltierten Fläche in Form eines Parkplatzes und sagte uns in keiner Weise zu.Der zweite Stellplatz lag etwa 15 Gehminuten von der befestigten Innenstadt entfernt und entpuppte sich als wahre Oase. Alles war grün, der Platz war bewacht und die Plätze in Parzellen aufgeteilt. Den Preis von 22,00 € für eine Nacht inkl. Strom, der kostenlose Nutzung eines Schwimmbades und einer gut ausgestatteten Sanitäranlage fanden wir für gerechtfertigt.
Mit unserem zweirädrigen Italiener, der mit von der Partie war, machten wir uns auf den Weg Richtung Centrum. Direkt an der Touristeninfo war schnell ein Parkplatz zwischen vielen Artgenossen gefunden und so stand einer gemütlichen Besichtigung dieser gut erhaltenen Festungsstadt nichts mehr im Weg.
Am nächsten Morgen ging es erst einmal ohne festes Ziel weiter in Richtung Piombino. In der Nähe des Badeortes S. Vincenzo Verliesen wir die gut zu fahrende S1 um uns entlang der Küste einen geeigneten Campingplatz für unseren Trip zur Insel Elba zu suchen. Clever wie ich war, hatte ich nur einen Campingführer von Deutschland und Nordeuropa im Auto, der von Südeuropa lag gut aufgehoben zu Hause in Köln.
Also wurde ein Domizil für zwei oder drei Tage auf dem Weg der Besichtigungen gesucht. Campingplätze gab es genug an der Straße von S. Vincenzo Richtung Piombino und so landeten wir im Park Albatros, der genau zwischen den zwei Städtchen lag.
Der Park Albatros entpuppte sich als riesig. Ein schöner, ruhiger Platz etwas abseits der Hauptwege, der supergroßen Swimmingpool-Landschaft und dem Restaurant- und Einkaufsbereich war schnell gefunden.
Um die Abfahrtszeiten und Preise der Fährverbindung nach Elba zu prüfen, ging es mit dem Roller zum Fährhafen von Piombino. Beim vergleichen der Preise inklusive unseres Rollers, stand schnell fest, dass wir am nächsten Morgen die Fähre Toremar nehmen würden
Nun konnten wir uns in aller Ruhe das Städtchen selber ansehen. Durch enge Gässchen ging es, vorbei an einigen Lädchen zum alten Hafen. Sehr viel gab es dort nicht zu sehen, aber wenn man schon einmal dort ist, kann man entlang der Kaimauer bis zum kleinen Leuchtturm schlendern und die Aussicht auf das Meer genießen.
Am Dienstagmorgen war es so weit und es hieß, Elba wir kommen.
Um 9,30 Uhr legte die Fähre pünktlich in Piombino ab. Nach ungefähr einer Stunde war unser Ziel Portoferraio auf der Insel Elba erreicht.Von der Fähre runter ging es mit 50 Stundenkilometer nach Porto Azzurro.
Porto Azzurro wird von zwei imposanten spanischen Festungen - S. Giacomo auf der einen Seite und Focardo auf der anderen, überragt. Es hat einen guten Touristikhafen, einen schönen Ortsplatz am Meer, malerische Gassen mit Geschäften, Bars und Restaurants.
Das nächste Ziel unserer Elba-Rundreise war der kleine Ort Rio Marina. Viele Jahre basierte seine Wirtschaft auf dem Pyrit Abbau, einem Mineral, aus dem man Eisen gewann. Jetzt sind die alten Bergwerke geschlossen und eingezäunt. Es schien ein wahres Paradies für Schatzsucher zu sein. An vielen Stellen waren die Zäune umgetreten und man hörte vielerorts das Hämmern und Klopfen der modernen Schatzsucher. Auch wir begaben uns in diese verbotene Zone und schauten zu, wie die Einheimischen mit Hammer und Meißel die Steine zerstörten um an das gesuchte Mineral oder Metall zu gelangen. Einer der Schürfer war so nett und gab uns zwei kleinere Exemplare seiner Schlagkunst, die wir unserem lieben Kollegen, der Steine aus aller Welt sammelt, mitnehmen konnten.
Der vor uns liegende Strand mit seinen kleinen und großen Steinen hatte eine bräunliche Färbung und sah aus als wenn er am rosten wäre. Die alten, teilweise zerfallenen Verladeanlagen der alten Minen ragten wie Skelette ins blaue Meer.
Nachdem wir die Relikte der Vergangenheit hinter uns gelassen hatten, ging es zurück nach Locana. Dort, etwas abseits der belebten Strandpromenade schlürften wir in Ruhe einen leckeren Cappuccino bevor unsere Reise weiter ging über Marina di Campo, Procchio zur Villa Napoleone, in der der kleine Franzose ca. 1 Jahr gelebt und als strafversetzter Kaiser die Insel Elba regiert hat. Während ich schön in der Sonne gesessen und einer Katze bei Ihrem Nachmittagsspaziergang zugesehen habe, hat Michael das Anwesen von Innen in Augenschein genommen. Als Abschluss unseres Elba-Aufenthaltes war die Besichtigung des Hafenstädtchens Portoferraio mit seinen kleinen Gässchen und dem alten Darsena-Hafen angesagt.
Zurück sollte die Fähre um 18.00 Uhr gehen. An diesem Tag allerdings nicht. Laut Auskunft ineinem Büro am Hafen ging die nächste und letzte Fähre um 21.30 Uhr. Da wir auf unserem Ticket aber 18.00 Uhr stehen hatten und wir auch nicht so spät zurückfahren wollten, gab uns der Angestellte den gezahlten Preis zurück und wir mussten mit der teureren Moby-Linefahren. Die nächste legte um 17.40 ab und wir waren pünktlich bei unseren vierbeinigen Mitreisenden, die schon ungeduldig auf ihre Dosenöffner warteten. Den nächsten Tag nutzten wir für einen Marktbesuch in Piombino am Vormittag und einen Besuch mit Stadtbesichtigung von San Vincenzo am Nachmittag. Am Donnerstagmorgen ging es weiter Richtung Süden. Über die SS 1 fuhren wir auf einen Stellplatz in der Bucht von Talamone. Er lag direkt am Meer, ca. 1 Km von dem kleinen Ort Fonteblanda und ca. 4 Km von Talamone entfernt. Man hatte einen herrlichen Blick auf Talamone und konnte den Künsten der Surfer und Windkiter zusehen. Die Sonne brannte vom Himmel aber durch den recht kräftigen Wind und einer ausgefahrenen Markise konnte man es sehr gut aushalten. Dank Michael und dem Fahrrad des Platzwachtes stand einem ruhigen, gemütlichen Grillabend nichts mehr im Weg.Zeitig am Freitagmorgen machten wir uns auf den Weg um den „Giardino die Tarocchi“ in der Nähe von Capalbio zu besichtigen. In ihm soll die Künstlerin Niki de Saint-Phalle ihren Lebenstraum verwirklicht und wunderschöne Werke gestaltet haben. Gegen 10 Uhr hatten wir dieses Ziel erreicht und standen vor verschlossenen Toren. Der Garten öffnet von April bis September immer erst gegen 14,30 Uhr. Uns war diese Wartezeit zu lang da es außer diesen Kunstwerken weit und breit nichts zu sehen gab und so starteten wir, mit einem kleinen Abstecher über Manchiano, Pitigliano, Sorano und Sovana zu unserem eigentlichen Tagesziel, der Terme von Saturnia.
Durch eine reizvolle hügelige Landschaft tuckerten wir mit ca. 60 Stundenkilometern durch die Gegend. Bergauf, Bergab, mal rechts mal Links über die kurvigen Straßen der Toskana. Nach Durchfahrt einer bergab führenden, scharfen Rechtskurve stockte uns der Atem. Auf der anderen Seite des Tales lag eine traumhaft alte Stadt hoch oben auf einer langen Felswand. Gott sei Dank gab es einen Halteplatz da wir sonst mitten auf der Straße hätten halten müssen, um diesen herrlichen Anblick zu genießen und im Bild festhalten zu können.Eventuell hätten wir uns Pitigliano auch näher angesehen aber die obere Einfahrt hatten wir verpasst und von unten war der Weg nach oben meinen Knien nicht zuzumuten. Vielleicht ein anderes Mal.
Der nächste Stopp war in Sorano. Dort gab es einen Ortsnahen Großparkplatz, der auch als Stellplatz genutzt werden konnte. Von dort war das Zentrum des Örtchens gut zu erreichen. In kleinen Lädchen gab es alles was man zum täglichen Leben braucht, leckeres frisch gebackenes Brot, milden und herzhaften Käse in einer Vielfalt, das es einem schwer fiel, etwas zum Abendessen aus zu suchen.
Außer den Lädchen für das leibliche Wohl gab es noch einige, in denen Handwerkskunst und Produkte der Region feilgeboten wurde. Ein beschauliches, hübsches kleines Örtchen.
Auf dem Weg zum Womo sah man in einem, auf der anderen Seite des Tals gelegenen Felsen Löcher und Öffnungen, die an alte Felswohnungen erinnerten.
Gegen 13.00 Uhr war das Tagesziel, die Termen von Saturnia erreicht. Nachdem wir einen einigermaßen schattigen Stellplatz gefunden hatten, ging es mit dem Platzeigenen Shuttelbus zur nah gelegenen Terme.
Saturnia ist eine von zahlreichen Termen, die in der Toskana verstreut sprudeln. Gott sei dank war es nicht ganz so heiß und man konnte sich gut von dem warmen Wasser berieseln und die Seele baumeln lassen. Viele andere Menschen taten es uns gleich und wir waren froh, dass noch nicht Wochenende und sämtliche Italiener mit Mann und Maus die Becken bevölkerten. Es war noch genug Platz um zu relaxen und die Beine in einem der zahlreichen Becken auszustrecken.
Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück mit köstlichem Kaffee aus der Maschine (wir hatten ja Strom), ging es weiter nach Montepulciano. Vorbei an herrlichen Gehöften wie man sie von Bildern der Toskana kennt, traumhaften Landschaften mit den typischen Zypressen-Alleen, endlos weiten Feldern und sanften Hügeln. Der offizielle Stellplatz liegt links von Montepulciano am Ende eines Busbahnhofes mit herrlichem Blick auf einen Teil des Örtchens und auf der anderen Seite die Landschaft der Toskana.Eigentlich ging vom Busbahnhof ein Aufzug in die obere Stadt, nur an diesem Vormittag nicht. Ich denke, der Techniker hatte uns kommen sehen und beschlossen, seine Wartung genau jetzt durch zu führen.
Nun war Treppensteigen angesagt und das bergauf hörte auch hinter dem Stadttor nicht auf. Stetig steigend ging es durch romantische Gässchen, vorbei an allerlei Lädchen bis zum Hauptplatz. Ein Cappuccino und die Aussicht, ab hier geht es bergab, entlohnten mich für die Strapazen. Auf dem Weg nach unten lachte mich, von einem der zahlreichen, am Hang stehenden Tische eine Pizza Italiano an und wir konnten nicht wiederstehen. Mit einem leckeren Glas Wein aus Montepulciano schmeckten die Pizzas noch einmal so gut.Am späten Nachmittag wurde es auf dem Platz ziemlich Stürmisch und so stand eine unserer Dachluken, die in der untersten Stufe eingerastet war, bei unserer Rückkehr ganz offen. Bis zum späten Abend war kein Denken mehr daran, sie wieder zu öffnen und das Womo schaukelte das man Seekrank werden konnte. Gott sei Dank legte der Wind sich am späten Abend wieder und einer ruhigen Nacht stand nichts mehr im Weg.
Als nächstes Ziel stand Siena auf dem Programm. Zum Übernachten hatten wir uns einen Campingplatz ca. 10 Km von Siena entfernt ausgesucht. Da die Temperaturen am Tag auf ca. 30 Grad kletterten, war dieser Platz mit schön hohen Bäumen genau das, was wir für unsere vierbeinigen Freunde gesucht hatten.
Den Nachmittag am Tag der Ankunft, verbrachten wir schön ruhig mit einem guten Buch vor unserem Womo im Schatten. Eigentlich sollte unser Roller uns nach Siena befördern aber bei einem Preis von 5,60 € für zwei Personen hin und zurück entschlossen wir uns, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzten. Die Italienischen Busfahrer kennen die kurvenreichen Berg- und Talfahrten in- und auswendig und so waren wir innerlhalb einer halben Stunde mitten im Zentrum und die Besichtigungstour konnte beginnen.
Es war noch recht früh am Vormittag und die Straßen waren noch angenehm leer und wir machten uns direkt auf den Weg Richtung Dom um dort einige Bilder ohne tausend Köpfe zu schießen. Auch die Kassen, an denen man Sammeltickets für den Besuch des Doms und anderen Sehenswürdigkeiten erstehen konnte, waren noch schnell passierbar.
Zwischen den Besichtigungen haben wir uns die Zeit für einen leckeren Cappuccino und die Umrundung der Piazza del Campo mit seinem prachtvollen Fonte Gaia, dem Brunnen der Freude, genommen.
Siena, mit seinen kleinen Gässchen und belebten Straßen und ist immer wieder eine Reise wert und man entdeckt bei jedem Besuch neue oder andere schöne Ecken. Wir haben diese schöne Stadt bis zum späten Nachmittag genossen.
Da wir auch im Urlaub keine Langschläfer sind, ging es zeitig am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, Richtung Florenz mit einem Zwischenstopp in San Gimignano.
Am ersten Kreisverkehr fing uns ein Rollerfahrer von einem stadtnahe gelegenen Stellplatz ab und lotste uns auf diesen. Ein kleiner Bus beförderte uns kostenlos in die Innenstadt von San Gimignano.Durch ein Stadttor gelangt man in die gut besuchte Altstadt mit ihren engen Gässchen und tausend Lädchen. Hier kann man gemütlich zur Piazza della Cisterna schlendern, die Auslagen einzelner Geschäftchen ansehen und einige regionale Leckereien erstehen.
Natürlich darf die Verkostung eines, wirklich leckeren Eises vom World-Champignon der Eismacher in Italien, der eine kleine Eisdiele in der Nähe der großen Piazza betreibt, nicht fehlen.
Nach einem Aufenthalt von ca. 3 Stunden hatten wir die Innenstadt mit Ihren Türmen, recht netten Häuschen und kleinen Gässchen gesehen und wir machen uns wieder auf den Weg zum Treffpunkt, an dem der Stellplatzbus seine Gäste abholt.
Nachdem wir die Parkgebühr in Höhe von ca. 6,00 € gezahlt hatten, stand einer Weiterfahrt nach Florenz nichts mehr im Wege.
Als Ausgangspunkt hatten wir uns den Campingplatz Il Poggetto ausgesucht, den uns in Siena ein holländisches Pärchen, ebenfalls Womofahrer, empfohlen hatte.
Er lag ca. 15 Km von Florenz entfernt und bot einen herrlichen Ausblick auf die Toskana. Hohe Bäume spendeten ausreichend Schatten sodass unsere beiden Stubentiger die Hitze des Tages nicht ganz so schlimm zu spüren bekamen.
Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich vor unserem Womo und genossen bei einem leckeren Abendessen das gute Wetter und den leckeren Wein.
Am nächsten Morgen ging es recht zeitig mit einem Regionalbus ins Stadtzentrum von Florenz. Als erstes stand die Besichtigung des Domes, der genau im Zentrum lag, auf dem Programm. Trotz der frühen Stunde war die Schlange an der Kasse schon sehr lang und wir hatten keine Lust sie noch zu verlängern. Auch von außen ist der Dom recht imposant und so begnügten wir uns mit der Umrundung und ein paar schönen Aufnahmen.
Der weitere Weg führte uns über die Piazza della Signoria mit seinem Reiterdenkmal und dem Neptunbrunnen zum Palazzo Vecchio mit seinem beeindruckenden Innenhof.
Durch die Uffizien mit ihren Statuen berühmter Maler gelangt man an die Ufer des Arno. Von hier hat man einen schönen Blick auf die älteste Brücke von Florenz, den Ponte Vecchio mit seinen kleinen Lädchen, in denen Gold- und Silberschmuck feilgeboten wird. Schlendert man am Ufer des Arno entlang Richtung Ponte Vecchio, kann man am Wasser eine traumhaft gestaltete Liegewiese eines ortsansässigen Ruderclubs bestaunen. Auf dem Ponte Vecchio war das Gedränge sehr groß. Viele drückten sich an den zahlreichen Auslagen die Nasen platt und bewunderten die zahlreichen Schmuckstücke, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten. Mit etwas mehr Platz zum Gehen setzten wir den Weg fort zum Palazzo Pitti.
Je mehr der Tag fortschritt umso größer wurde das Gedränge und die Hitze in den engen Gässchen rund um den Ponte Vecchio. Wir fanden abseits des Trubels einen kleinen Imbiss mit regionalen Spezialitäten und kalten Getränken.
Frisch gestärkt ging es wieder ins Getümmel und auf die Suche nach dem neu eröffneten Hardrock-Cafe.
Als großer Fan dieser Lokalitäten, die es in vielen Städten weltweit gibt, war es für uns ein Muss, auch dieses in Florenz zu besuchen.
Nachdem wir mindestens zwei Mal fast daran vorbei gelaufen waren, entschlossen wir uns, einen fliegenden Händler nach dem Weg zu fragen und siehe da, es lag nur um die Ecke in einem Laubengang am Rande eines viel besuchten Platzes.
Obwohl wir schon viele dieser schön gestalteten Lokalitäten besucht hatten, waren wir von diesem Hardrock Cafe schlichtweg überwältigt. Hier wurde ein altes Kino in ein tolles Cafe kunstvoll umgebaut.
Nach einem guten Cappuccino und einem erfrischenden Drink bahnten wir uns einen Weg durch die vollen Sträßchen von Florenz zur Bushaltestelle um zum Campingplatz zurück zu fahren.
Florenz war die letzte Stadion unseres diesjährigen Toskana-Aufenthaltes und so verbrachten wir vor der Heimreise einen ruhigen Tag auf dem wirklich traumhaft gelegenen Campingplatz.
Den krönenden Abschluss unsere Reise bildete ein leckeres Abendessen im Restaurant am Campingplatz mit einheimischen Spezialitäten und einer guten Flasche Rotwein.
Schon heute wissen wir, dass wir nicht das letzte Mal in der Toskana gewesen sind und noch lange nicht alles von diesem herrlichen Landstrich Italiens gesehen haben.